ICT-Konzepte als individueller ATAS-Indikator: Fair Value Gap, Order Block & Co.
ICT- bzw. Smart-Money-Konzepte gehören aktuell zu den meistdiskutierten Trading-Frameworks: Preisbewegung wird dabei aus Sicht von institutioneller Orderplatzierung und Liquidität gelesen, nicht über klassische Indikatoren. ATAS liefert mit Footprint, Cluster und Delta bereits sehr viel Orderflow-Substanz dafür - trotzdem deckt die Store-Auswahl an fertigen ICT-Indikatoren selten die eigene, exakte Definition ab. Genau hier setzt individuelle Entwicklung an.
Die drei häufigsten ICT-Konzepte kurz erklärt
- Fair Value Gap (FVG): eine Preislücke über drei Kerzen, bei der sich der Docht der ersten und dritten Kerze nicht überschneiden - ein Zeichen für eine impulsive, einseitige Bewegung
- Order Block: die letzte gegenläufige Kerze vor einem starken Impuls (z. B. die letzte bullische Kerze vor einem scharfen Abverkauf) - gilt als möglicher Bereich institutioneller Restorders
- Liquidity Sweep: ein kurzes Durchbrechen eines vorherigen Hochs oder Tiefs, das dort liegende Stop-Orders auslöst, bevor sich der Preis umkehrt
Warum ein Store-Indikator hier oft nicht reicht
Jeder ICT-Trader definiert Details der eigenen Regeln etwas anders: Wie groß muss ein FVG mindestens sein? Welche Kerzen zählen überhaupt als Impuls? Muss ein Order Block noch unangetastet (unmitigated) sein, um zu zählen? Ein generischer Store-Indikator trifft selten exakt jede dieser Detailregeln gleichzeitig. Eine individuelle Entwicklung bildet stattdessen genau die eigene Definition nach - keine Näherung, sondern die eigenen Kriterien eins zu eins im Code.
Was sich zusätzlich zur reinen Erkennung ergänzen lässt
- Automatische Markierung im Chart, sobald ein FVG oder Order Block die eigenen Kriterien erfüllt
- Telegram-Alarm bei neuem Signal, statt den Chart durchgehend manuell beobachten zu müssen
- Kombination mehrerer Konzepte - etwa nur Order Blocks, die zusätzlich mit einem Liquidity Sweep zusammenfallen
- Filterung nach unmitigated (noch nicht erneut angelaufenen) Zonen
Eigene ICT-Regeln, die noch kein Store-Indikator abbildet?
Beschreib uns deine Definition - Machbarkeitseinschätzung und Angebot sind kostenlos und unverbindlich.
Projekt anfragenIndikator oder automatisierte Strategie?
Ein Indikator zeigt erkannte FVGs oder Order Blocks lediglich visuell im Chart an - die Entscheidung bleibt beim Trader. Soll die Erkennung direkt in automatisierte Ein- und Ausstiege münden, wird daraus eine Strategie, die eigenständig Orders sendet und entsprechend gründlicher getestet werden sollte.
Häufige Fragen
Kann ein ATAS-Indikator meine eigene Definition eines Order Blocks oder FVG exakt abbilden?
Ja, genau das ist der Vorteil individueller Entwicklung gegenüber einem Store-Indikator - Kriterien wie Mindestgröße, gültige Kerzenmuster oder Mitigation-Regeln werden exakt nach der eigenen Definition umgesetzt.
Lassen sich mehrere ICT-Konzepte in einem Indikator kombinieren?
Ja, zum Beispiel ein Signal nur dann, wenn ein Order Block zusätzlich von einem Liquidity Sweep bestätigt wird. Solche Kombinationslogiken gehören zu den häufigsten Gründen für individuelle Entwicklung.
Kann der Indikator automatisch Alarm schlagen, statt dass ich den Chart beobachten muss?
Ja, Telegram-, Sound- oder E-Mail-Benachrichtigungen lassen sich direkt in die Logik einbauen.
Ist ICT-Trading garantiert profitabel, wenn die Konzepte technisch sauber erkannt werden?
Nein. Eine präzise technische Erkennung der Muster ersetzt keine Handelsstrategie und ist keine Erfolgsgarantie - mehr dazu im Risiko- und Haftungshinweis.
Ob Fair Value Gap, Order Block oder Liquidity Sweep: Der Wert eines individuellen Indikators liegt nicht darin, ein bekanntes Konzept neu zu erfinden, sondern es exakt nach der eigenen, oft über Monate verfeinerten Definition zuverlässig und automatisiert zu erkennen.
Eigene Idee für ATAS?
Beschreibe uns dein Vorhaben - du erhältst ein kostenloses, unverbindliches Angebot innerhalb von 24-48 Stunden.
Kostenloses Angebot anfordern